Der Betrug ist eines der häufigsten Vermögensdelikte, wobei das Strafgesetzbuch (StGB) neben dem allgemeinen Betrugs-Tatbestand noch eine Reihe von Sonderfällen und betrugsähnlichen Delikten kennt. Markus Bauer ist als Rechtsanwalt für Strafrecht in Hamburg, Hannover, Hameln und ganz Norddeutschland tätig. Er hat langjährige Erfahrung als Strafverteidiger bei Betrugsdelikten.

1. Was versteht man unter Betrug?

Einen Betrug begeht, wer sein Opfer über Tatsachen täuscht, bei ihm dadurch einen Irrtum hervorruft und daraufhin einen Vermögenswert erhält. Der Täter muss dabei in der Absicht handeln, sich oder einer dritten Person einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen.

Beispiel: Der Täter bietet zum Schein eine Ferienwohnung an, über die er aber gar nicht verfügen kann oder die nicht existiert. Das Opfer überweist ihm daraufhin eine vereinbarte Geldsumme als Miete, bekommt aber gar keine Unterkunft.

Für die Tat droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Schon der versuchte, also der fehlgeschlagene Betrug, ist strafbar!

Ein Betrug kann nicht nur durch eine explizit falsche Erklärung, sondern auch dadurch begangen werden, dass der Täter wahre Tatsachen unterdrückt und dadurch einen Irrtum beim Opfer erregt oder aufrechterhält. In diesen Fällen stellt sich immer die Frage, über was er das Opfer hätte aufklären müssen. Dies hängt von den genauen Umständen des Einzelfalls ab.

Als erfahrener Strafverteidiger kennt Rechtsanwalt Markus Bauer alle entscheidenden Fragen im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen und bespricht mit Ihnen detailliert, wie Sie sich erfolgreich dagegen wehren können. Wenn Sie eine Ladung zur Beschuldigten-Vernehmung erhalten haben, berät er mit Ihnen das richtige Vorgehen. Er verteidigt Sie außerdem engagiert vor den Strafgerichten.

2. Betrug im besonders schweren Fall

Das Gesetz führt verschiedene Fälle des besonders schweren Betrugs auf, der mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet werden kann. Dies sind Fälle, in denen der Täter

  • Gewerbsmäßig handelt, sich also durch die Taten regelmäßige Einnahmen verschaffen will oder als Mitglied einer Bande handelt
  • dem Opfer einen hohen Schaden zugefügt hat
  • in der Absicht tätig wird, durch fortgesetzte Betrügereien eine große Zahl von Menschen zu schädigen
  • eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt
  • seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger missbraucht oder
  • einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine wertvolle Sache in Brand gesetzt oder ein Schiff zum Stranden gebracht hat.

Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren droht, wenn der Betrug vom Täter sowohl als Mitglied einer Bande als auch gewerbsmäßig begangen wird.

Rechtsanwalt Markus Bauer hat auch in der Verteidigung gegen den Vorwurf des Betrugs im besonders schweren Fall umfassende Erfahrung. Aufgrund der hohen Strafandrohungen und der nicht selten angeordneten Untersuchungshaft ist es gerade bei diesem Tatvorwurf besonders wichtig, schnellstmöglich anwaltlichen Rat einzuholen.

Vor seiner Ausbildung zum Volljuristen war Rechtsanwalt Bauer fünfzehn Jahre lang im Polizeidienst tätig. Er berät seine Mandanten von Anfang an eingehend darüber, wie diese sich Polizei und Ermittlungsbehörden gegenüber richtig verhalten und verteidigt sie mit Durchsetzungsvermögen und Engagement.

3. Versicherungsmissbrauch und -betrug

Auch Privatpersonen können sich verhältnismäßig schnell dem Vorwurf des Versicherungsmissbrauchs oder Versicherungsbetrugs ausgesetzt sehen.

Wer eine gegen Beschädigung, Verlust usw. versicherte Sache beschädigt, zerstört oder beiseiteschafft, um sich oder einem Dritten Leistungen aus der Versicherung zu verschaffen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Wichtig zu wissen: Wegen Versicherungsmissbrauchs können Sie sich schon dann strafbar machen, wenn Sie der Versicherung den Schaden noch gar nicht gemeldet haben! Es reicht, dass Sie die versicherte Sache beschädigen oder zerstören und damit Vorbereitungen getroffen haben, um sich aus dem vorgetäuschten Versicherungsfall einen Vermögensvorteil zu verschaffen. Strafbar ist hier also quasi schon die Vorbereitung eines Betruges!

Beispiel: Wenn Sie absichtlich Ihr Auto beschädigen, um Leistungen der Versicherung beantragen zu können, trifft Sie der Vorwurf des Versicherungsmissbrauchs. Gehen Sie danach einen Schritt weiter und melden der Versicherung den „Schaden“ auch tatsächlich, so können Sie wegen Betruges verfolgt werden, nicht nur wegen Versicherungsmissbrauchs!

Wird Ihnen Versicherungsmissbrauch vorgeworfen, sollten Sie zeitnah Rechtsanwalt Markus Bauer einschalten. Er kennt die Anschuldigungen, die bei diesem Vorwurf regelmäßig erhoben werden. Er berät Sie eingehend darüber, wie die Verteidigung gegen Handlungen, die als Vorbereitung zu einem Betrug angesehen werden können, aussehen muss. Oft gelingt es ihm, eine Anklageerhebung schon im Ermittlungsverfahren zu verhindern.

4. Computerbetrug

Ein spezieller Betrugstatbestand ist auch der so genannte Computerbetrug, der mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bedroht ist. Die Besonderheit besteht darin, dass hier nicht das Betrugsopfer, also ein Mensch, getäuscht wird. Vielmehr wird hier das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflusst.

Ein Computerbetrug liegt auch dann vor, wenn der Täter mit einer fremden (z.B. gestohlenen oder gefälschten) Kreditkarte oder Geldkarte ohne Wissen und gegen den Willen des wirklichen Inhabers zahlt oder Geld abhebt. Er verwendet dann die Daten auf der fremden Karte unbefugt. Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum liegt darin kein Scheck- oder Kreditkartenmissbrauch!

5. Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten

Einen Scheck-oder Kreditkartenmissbrauch im Sinne des StGB kann hingegen nur derjenige begehen, dem die Karte freiwillig überlassen wurde.

Wer also z.B. seine von der Bank ausgestellte eigene EC-Karte zur Zahlung nutzt oder damit Geld abhebt und dabei weiß, dass er gar keine finanziellen Mittel mehr hat, der kann des Scheckkartenmissbrauchs schuldig sein. Seine Bank leistet dann, ohne das Geld vom Kunden wiederzubekommen. Hierfür kann eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe verhängt werden.

6. Internet/Online-Betrug

Zunehmende Bedeutung gewinnen auch Betrugsfälle im Zusammenhang mit dem Internet. Einen eigenen Straftatbestand des Internetbetrugs gibt es allerdings nicht; die Bandbreite der Delikte und Begehungsweisen ist groß.

Besonders hervorzuheben ist das so genannte Phishing. Dabei fängt der Täter Daten von Usern über gefälschte E-Mails oder Webseiten ab. Das Opfer erhält z.B. eine E-Mail mit einem Link, über den es Nutzerdaten aktualisieren soll o.ä. Der Link führt dann auf eine gefälschte Internetseite. Gibt das Opfer hier seine Daten ein, erhält der Täter darauf Zugriff und kann z.B. das Bankkonto des Opferns leeren. Solche Taten sind oft schon – ohne dass es auch tatsächlich zu einem Schaden kommen muss – als Fälschung beweiserheblicher Daten strafbar. Hierfür droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

7. Was tun bei einer Anzeige wegen Betrug?

Wenn Ihnen ein Betrug oder ein betrugsähnliches Delikt vorgeworfen wird, sollten Sie keine Aussage machen, sondern umgehend Rechtsrat einholen. Rechtsanwalt Markus Bauer beantragt für Sie Akteneinsicht und berät mit Ihnen die richtige Verteidigungsstrategie.

Vor seiner Ausbildung zum Volljuristen war Rechtsanwalt Bauer fünfzehn Jahre lang im Polizeidienst tätig. Diese Berufserfahrung setzt er schon im Ermittlungsverfahren von Polizei und Staatsanwaltschaft optimal für seine Mandanten ein. Aber auch im Falle einer Anklageerhebung ist er als Strafverteidiger mit Sachverstand und Engagement an Ihrer Seite. Vielfach kann er die Einstellung des Verfahrens oder einen Freispruch erreichen, zumindest aber eine milde Strafe.