Markus Bauer ist Ihr Rechtsanwalt für Verkehrsstrafrecht in Hamburg, Hannover, Hameln und ganz Norddeutschland. Er hat langjährige Erfahrung als Strafverteidiger in Straßenverkehrssachen.

Die Teilnahme am Straßenverkehr ist mit nicht zu unterschätzenden Gefahren verbunden. Auch wer sich in anderen Lebensbereichen völlig gesetzeskonform verhält, kann sich hier manchmal schon durch eine kurze Unachtsamkeit und einen einzigen Fehler einer Straftat schuldig machen. Dann ist es wichtig, dass Sie einen versierten Rechtsbeistand an Ihrer Seite haben: Vor seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt hat Markus Bauer 14 Jahre lang als Verkehrspolizist in Hannover gearbeitet, u.a. im Verkehrsunfalldienst. Aus dieser Zeit weiß er genau, wie Sie sich als Beschuldigter eines Verkehrsdeliktes verhalten sollten.

Die häufigsten Verkehrsdelikte

Anders als kleinere Verstöße gegen Straßenverkehrsordnung bzw. Straßenverkehrsgesetz, die nur mit einem Bußgeld bedroht sind, wird gravierenderes Fehlverhalten im Straßenverkehr in Deutschland strafrechtlich verfolgt. Die entsprechenden Vorschriften finden sich überwiegend im Strafgesetzbuch (StGB).

Zu den relevantesten Delikten gehören

Hinzu kommen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr begangene Straftaten, die aber keine Verkehrsdelikte im eigentlichen Sinne sind. Namentlich Nötigung oder Beleidigung unter Kraftfahrern oder auch die Körperverletzung im Straßenverkehr: Wenn bei einem Verkehrsunfall eine andere Person verletzt wird, steht immer zumindest auch die fahrlässige Körperverletzung nach § 229 StGB im Raum.

1. Trunkenheit im Verkehr

Wer im Verkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er infolge des Genusses berauschender Mittel nicht in der Lage ist, dieses sicher zu führen, der kann sich der so genannten Trunkenheit im Verkehr strafbar machen. Der Begriff der Trunkenheit erfasst dabei sowohl alkoholische Getränke als auch andere berauschende Substanzen, wie Drogen.

Tatvariante Alkohol am Steuer

Im Falle von Alkoholgenuss reichen bereits 0,3 Promille Blutalkohol für den Tatvorwurf aus, sofern gleichzeitig alkoholbedingte Ausfallerscheinung nachweisbar sind (z.B. Schlangenlinie fahren o.ä.). Man spricht dann von relativer Fahruntüchtigkeit. Hat der Verkehrsteilnehmer mindestens 1,1 Promille im Blut, so wird seine Fahruntüchtigkeit unwiderlegbar vermutet. Zu einem Fahrfehler muss es dann noch nicht einmal gekommen sein, es liegt ein Fall der absoluten Fahruntüchtigkeit vor.

Tatvariante Drogen am Steuer

Wegen Trunkenheit im Verkehr macht sich auch strafbar, wer unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel fährt. Das können harte oder weiche Drogen (Heroin, Cannabis) aber auch Medikamente sein. Anders als beim Alkohol gibt es in diesen Fällen keine anerkannten Grenzwerte für eine absolute Fahruntüchtigkeit. Deshalb müssen bei Drogen im Verkehr immer zusätzlich Ausfallerscheinungen und Fahrfehler feststellbar sein, um eine Strafbarkeit zu begründen

Das Strafmaß für Trunkenheit im Verkehr liegt bei einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Die Tat kann vorsätzlich oder fahrlässig begangen werden.

Zu der Strafe wegen Trunkenheit im Verkehr können weitere Sanktionen hinzukommen. Namentlich Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbote. Schon ab 0,5 Promille Alkohol sind dies beispielsweise 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot, im Wiederholungsfall auch mehr. Ab 1,6 Promille droht außerdem eine medizinisch psychologische Untersuchung (MPU).

Auch Drogen im Verkehr können Konsequenzen für den Führerschein haben. Wird z.B. der Konsum von Cannabis im Straßenverkehr nachgewiesen, so droht der Entzug der Fahrerlaubnis. Entscheidend ist, wie lange der Konsum zurückliegt und welche Menge eingenommen wurde. Darüber gibt ein ärztliches Gutachten Aufschluss. Wer regelmäßig Cannabis konsumiert, der gilt als nicht geeignet, im Verkehr ein Kfz zu führen und verliert seine Fahrerlaubnis. Ebenso wer von harten Drogen wie Heroin abhängig ist Bei ihnen kann sogar schon die einmalige Einnahme die Fahrerlaubnis kosten.

Tipp: Bei relativer Fahruntüchtigkeit kann dem Vorwurf der Trunkenheit im Verkehr oft dadurch erfolgreich begegnet werden, dass nicht jeder kleine Fahrfehler schon als alkoholbedingte Ausfallerscheinung einzustufen ist. Manchmal ist der Nachweis der Blutalkohol-Konzentration (BAK) auch gar nicht ordnungsgemäß geführt oder diese falsch berechnet worden. Rechtsanwalt Markus Bauer kennt alle schlagenden Argumente, die sich in diesem Zusammenhang ins Feld führen lassen.

Als Beschuldigter sollten Sie gegenüber der Polizei generell niemals Angaben zu Ihrem Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenkonsum machen, sondern vorher immer meinen Rat einholen. Nicht nur wegen der drohenden Strafverfolgung, sondern auch aufgrund der möglichen Konsequenzen für Ihre Fahrerlaubnis!

2. Gefährdung des Straßenverkehrs

Wer mit einem Kfz am Straßenverkehr im fahruntüchtigen Zustand teilnimmt oder grob verkehrswidrig oder rücksichtslos fährt und dadurch gleichzeitig Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird wegen so genannter Gefährdung des Straßenverkehrs verfolgt. Die Fahruntüchtigkeit muss dabei nicht auf Alkohol o.ä. beruhen, sie kann z.B. auch durch Krankheit oder Übermüdung bedingt sein. Das Gesetz führt i.Ü. verschiedene weitere typische Tathandlungen auf, unter anderem grob verkehrswidriges und rücksichtsloses

  • Nichtbeachten der Vorfahrt
  • falsches Überholen
  • falsches Fahren an Fußgängerüberwegen
  • zu schnelles Fahren an unübersichtlichen Stellen, Kreuzungen usw.
  • Wenden oder Rückwärtsfahren auf Autobahnen

Auf die vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs stehen Freiheitsstrafe von fünf, auf die fahrlässige von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. Daneben drohen Sanktionen nach der StVO.

Tipp: Nicht immer liegt in einem Verhalten eine Gefährdung, manchmal ist auch lediglich von einer Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer auszugehen, z.B. von einer Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit. Eine Gefährdung ist immer dann gegeben, wenn es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Schaden kommen kann. Rechtsanwalt Markus Bauer kennt alle Möglichkeiten, den Vorwurf einer Gefährdung des Straßenverkehrs erfolgreich zu entkräften.

3. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Fahrerflucht/Unfallflucht)

Ein weiteres besonders praxisrelevantes Delikt ist das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, im Volksmund auch oft als „Unfallflucht“ oder „Fahrerflucht“ bezeichnet.

Danach ist es strafbar, sich als Unfallbeteiligter vom Unfallort zu entfernen ohne vorher

  • die Feststellung seiner Personalien und seines Kfz zu ermöglichen
    oder
  • eine angemessene Zeit gewartet zu haben, ohne dass jemand erschienen wäre, dem/der er den Vorfall hätte melden können (z.B. der Geschädigte oder die Polizei).

Vorsätzliches unerlaubtes Entfernen vom Unfallort wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Missverständnisse gibt es immer wieder im Zusammenhang mit der Wartepflicht. Als Unfallbeteiligter sind Sie in jedem Fall zunächst wartepflichtig! Es genügt nicht, Ihre Visitenkarte o.ä. zu hinterlassen. Haben Sie – je nach den Umständen – mindestens eine halbe bis eine Stunde gewartet, so dürfen Sie sich zwar entfernen, müssen den Vorfall dann aber umgehend der Polizei melden.

Im Fall der Unfallflucht kann zusätzlich die Entziehung der Fahrerlaubnis drohen, wenn ein „bedeutender Fremdschaden“ verursacht wurde. Die Gerichte haben die Grenze hierfür zumeist bei 1.300 Euro gezogen, einzelne Gerichte auch höher (Landgericht Nürnberg: 2.500 Euro).

Tipp: Als Fahrerflucht strafbar ist nur die vorsätzliche Tatbegehung. Eine geschickte, erfolgversprechende Verteidigung lässt sich also zum Beispiel oft darauf stützen, dass Sie das Berühren eines anderen Fahrzeugs o.ä. selbst gar nicht wahrgenommen haben. Das Gegenteil wird Ihnen mitunter nicht nachzuweisen sein. Strafverteidiger Markus Bauer arbeitet mit Ihnen gemeinsam die optimale Verteidigungsstrategie aus.

4. Verbotene Kfz-Rennen

Noch relativ neu im Strafgesetzbuch ist der Straftatbestand der verbotenen Kfz-Rennen, der 2017 erst aufgenommen wurde. Danach macht sich strafbar, wer im Straßenverkehr ein nicht erlaubtes Rennen ausrichtet oder durchführt oder als Kraftfahrer daran teilnimmt. Außerdem wer sich als Auto- oder Motorradfahrer mit nicht angepasster Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen. Strafbar ist also auch das „Alleinrennen“.

Es droht Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bzw. Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bei Gefährdung von Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremder Sachen von bedeutendem Wert. Wenn der Täter den Tod oder eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht, so muss er mit bis zu 10 Jahren Haft rechnen, Neben der Verurteilung droht stets die Einziehung des PKWs sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Tipp: Die Raserszene steht im Fokus von Polizei und Justiz. Neben der Verurteilung wegen eines verbotenen Kfz-Rennens droht auch die Einziehung Ihres PKWs sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis!

Machen Sie als Beschuldigter unbedingt von Ihrem Schweigerecht Gebrauch und wenden Sie sich sofort an Rechtsanwalt Bauer. Er hilft Ihnen, sich gegen eine Verurteilung und den Verlust von Führerschein und Fahrzeug zu wehren.

Egal welches Verkehrsdeliktes Sie beschuldigt werden: Rechtsanwalt Markus Bauer beantragt für Sie umgehend Akteneinsicht und berät mit Ihnen die richtige Verteidigungsstrategie. Oft kann er die Einstellung des Verfahrens erreichen. Im Übrigen kämpft er für einen Freispruch oder eine möglichst milde Strafe und für den Erhalt Ihrer Fahrerlaubnis. Er setzt sich mit all seiner Erfahrung als Strafverteidiger und als ehemaliger Verkehrspolizist für Sie ein.