Markus Bauer ist Ihr Rechtsanwalt beim Vorwurf der Körperverletzung in Hamburg, Hannover, Hameln und ganz Norddeutschland. Wenn gegen Sie eine Strafanzeige wegen einer Körperverletzung erstattet wurde oder Sie deswegen bereits eine Vorladung erhalten haben, steht Rechtsanwalt Bauer Ihnen zur Seite. Er hat langjährige Erfahrung als Strafverteidiger bei Körperverletzungsdelikten.

1. Vorsätzliche Körperverletzung

Wer eine andere Person körperlich misshandelt oder ihr einen gesundheitlichen Schaden zufügt, wird nach dem Strafgesetzbuch (StGB) mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Beispiel: Der Täter stößt das Opfer im Streit mit voller Gewalt zu Boden und dieses verletzt sich dabei, schlägt sich z.B. den Kopf an oder bricht sich den Arm.

Die einfache Körperverletzung wird i.d.R. nur dann strafrechtlich verfolgt, wenn das Opfer einen so genannten Strafantrag stellt. Wenn die Strafverfolgungsbehörden es im Einzelfall für geboten halten, können sie aber auch von sich aus tätig werden. Insbesondere bei nur leichten Körperverletzungen werden sie dies allerdings zumeist nicht tun.

Noch keine Körperverletzung sind bloße Pöbeleien oder Rempeleien, bei denen eine andere Person zwar berührt wird, ihr aber letztlich nichts passiert. Als Strafverteidiger achtet Markus Bauer genau darauf, dass die Abgrenzung präzise getroffen wird; vielfach kann er seine Mandanten schon dadurch entlasten. Insbesondere im Jugendstrafrecht kommt dies recht häufig vor.

2. Fahrlässige Körperverletzung

Unter Strafe steht nicht nur die vorsätzliche, sondern auch die fahrlässige Körperverletzung: Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Die fahrlässige Körperverletzung wird nur auf Antrag verfolgt.

Zu einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung kommt es verhältnismäßig schnell im Zusammenhang mit Verkehrsdelikten, wenn also der Täter z.B. mit seinem Pkw versehentlich einen Fußgänger anfährt oder aber aus Unachtsamkeit in einen anderen Pkw hineinfährt und Insassen verletzt. Auch in diesen Fällen verteidigt Rechtsanwalt Markus Bauer Sie engagiert und kompetent.

3. Gefährliche Körperverletzung

Eine so genannte gefährliche Körperverletzung begeht, wer die Tat

  • durch Vergiften oder das Verabreichen von anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
  • mit einer Waffe oder einem anderen gefährlichen Werkzeug,
  • mittels eines hinterlistigen Überfalls,
  • mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
  • in einer Art und Weise, die für das Opfer lebensgefährlich ist

begeht.

Entscheidend ist, dass durch die Tat einem Menschen erhebliche, gefährliche Verletzungen zugefügt werden können. Sie müssen nicht zwingend auch eintreten.

Beispiel: Der Täter schlägt dem Opfer mit einem Golf-Schläger oder einer Flasche auf den Kopf.

Für gefährliche Körperverletzung droht generell eine Freiheitsstrafe, keine bloße Geldstrafe. Die Gefängnisstrafe kann sechs Monate bis zu zehn Jahre betragen, in minder schweren Fällen mindestens drei Monate.

Bei der gefährlichen Körperverletzung stellt sich oft die Frage, was als gefährliches Werkzeug einzustufen ist. Dies richtet sich nicht nur nach der Natur des Gegenstandes, sondern auch nach der Art und Weise, in der dieser eingesetzt wird. Beim Tritt gegen das Schienbein ist z.B. ein Straßenschuh wohl eher kein gefährlichesWerkzeug, beim Tritt ins Gesicht eines am Boden liegenden Opfers kann er dies sehr wohl sein.

Als Strafverteidiger prüft Rechtsanwalt Markus Bauer diese und ähnliche Fragen genauesten und kann dadurch oftmals den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung entkräften.

4. Schwere Körperverletzung

Nicht mehr als Vergehen, sondern als Verbrechen mit einer Mindeststrafe von einem Jahr, wird die so genannte schwere Körperverletzung verfolgt. Im Unterschied zu einfachen, also leichteren oder mittelschweren Körperverletzungen, setzt diese voraus, dass das Opfer durch die Körperverletzung

  • das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert,
  • ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder
  • in erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Lähmung, ein schweres körperliches Leiden, geistige Krankheit oder Behinderung verfällt.

Beispiel: Der Täter schüttete dem Opfer Säure ins Gesicht. Dieses erblindet auf einem Auge und ist schwer entstellt.

Es droht eine Freiheitsstrafe – keine bloße Geldstrafe – i.d.R. von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Bei absichtlicher oder wissentlicher Verursachung der schweren Folge ist mit Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren zu rechnen.

Gerade bei schwerer Körperverletzung erwartet den Täter neben dem Strafverfahren auch oft ein Zivilprozess, in dem auf Schadensersatz und Schmerzensgeld geklagt wird.

Einen Sonderfall der schweren Körperverletzung stellt die Verstümmelung weiblicher Genitalien dar. Dieser stellt insbesondere die rituelle Beschneidung von Mädchen und Frauen unter Strafe (i.d.R. Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr).

Bei der schweren Körperverletzung muss dem Täter immer nachgewiesen werden, dass zwischen der Körperverletzung und der schweren Folge ein direkter Zusammenhang besteht.

Beispiel: Nach einem tätlichen Angriff bekommt das unter Bluthochdruck leidende Opfer einen Gehirnschlag und behält bleibende Lähmungen zurück.

Hier ist der Täter nur dann wegen schwerer Körperverletzung strafbar, wenn der Schlaganfall nachweislich Folge der durch den Angreifer begangenen Körperverletzung war, etwa von Einwirkungen auf den Kopf des Opfers.

Rechtsanwalt Markus Bauer kann seine Verteidigung oft darauf stützen, dass sich dieser Zusammenhang nicht sicher nachweisen lässt.

5. Misshandlung von Schutzbefohlenen

Ein Sonderfall der Körperverletzung ist die so genannte Misshandlung von Schutzbefohlenen. Diese kann nur Personen gegenüber begangen werden, die unter achtzehn Jahre alt oder wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlos sind und

  • der Fürsorge oder Obhut des Täters unterstehen
  • seinem Hausstand angehören
  • von dem eigentlich Fürsorgepflichtigen der Gewalt des Täters überlassen wurden oder
  • dem Täter im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet sind.

Zu denken ist hier z.B. an Gesundheitsschädigungen durch das Quälen, rohe Misshandeln oder böswillige Vernachlässigen von Kindern oder auch von kranken, alten oder behinderten Menschen. Es droht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr droht, wenn das Opfer durch die Tat z.B. in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung gerät.

Eine Misshandlung von Schutzbefohlenen liegt nur vor, wenn zwischen dem Täter und dem Opfer tatsächlich ein besonderes Schutz- oder Abhängigkeitsverhältnis besteht. Hierauf kann Rechtsanwalt Markus Bauer die Verteidigung vielfach aufbauen und darlegen, dass ein solches Verhältnis nicht bestand.

Beispiel: Vertrauen die Eltern ihr Kind einer Tagesmutter an, so besteht ein besonderes Schutzverhältnis. Befindet sich das Kind hingegen in Gesellschaft einer Person, die es nur zufällig getroffen hat (etwa einer Nachbarin) ist dies nicht der Fall.

6. Körperverletzung mit Todesfolge

Verursacht der Täter durch eines der vorgenannten vorsätzlichen Körperverletzungsdelikte den Tod des Opfers, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren, in minder schweren Fällen von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

Die Körperverletzung mit Todesfolge ist von den Tötungsdelikten Mord und Totschlag zu unterscheiden. Im Unterschied zu diesen will der Täter bei der Körperverletzung mit Todesfolge sein Opfer nicht töten, sondern nur verletzen; es kommt dann aber schlimmer als er erwartet hatte.

Eine Bestrafung wegen Körperverletzung mit Todesfolge kommt nur infrage, wenn dem Täter nachzuweisen ist, dass zwischen der Körperverletzung und dem Tod des Opfers ein direkter Zusammenhang besteht.

Beispiel: Versetzt der Täter dem Opfer mehrere nicht lebensgefährliche Schläge mit der Hand, läuft dieses daraufhin vor ihm weg und wird auf der Straße überfahren, so ist ein direkter Zusammenhang zwischen der Körperverletzung und dem Tod des Opfers zumindest in Zweifel zu ziehen.

Rechtsanwalt Markus Bauer lotet derartige Fragen als Strafverteidiger genauestens aus.

7. Beteiligung an einer Schlägerei

Wer sich an einer Schlägerei oder an einem von mehreren verübten Angriff beteiligt, wird schon allein wegen dieser Beteiligung bestraft, wenn durch die Schlägerei oder den Angriff der Tod eines Menschen oder eine schwere Körperverletzung verursacht worden ist. Es droht Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Die Beteiligung an einer Schlägerei ist nicht strafbar, wenn der Täter an der Schlägerei oder dem Angriff beteiligt war, ohne dass ihm dies vorzuwerfen ist, er z.B. unversehens in sie hineingezogen wurde. Hier setzt ein erfahrener Strafverteidiger aussichtsreich mit seiner Verteidigung an.

8. Einwilligung in eine Körperverletzung und Notwehr

Straffrei ausgehen kann, wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, er handelt dann nicht rechtswidrig. Hier ist zum Beispiel an Kampfsport wie Boxen zu denken, aber auch an ärztliche Eingriffe. In jeder Operation liegt z.B. streng genommen eine Körperverletzung. Der Arzt muss den Patienten vorher ordnungsgemäß aufklären, damit der in den Eingriff einwilligen kann.

Gerade im Zusammenhang mit Körperverletzungsdelikten steht auch oft die Frage im Raum, ob der Täter möglicherweise in Notwehr gehandelt hat. Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig und wird somit auch nicht bestraft.

Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gerade stattfindenden rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen Menschen abzuwenden.

Hier stellt sich oft die Frage, ob die Tat tatsächlich erforderlich und angemessen war, um den Angriff abzuwehren.

Beispiel: Wer von einer anderen unbewaffneten Person mit bloßen Händen attackiert wird, der darf nicht einfach eine Waffe ziehen und den Angreifer in den Bauch schießen.

In Notwehrfällen ist eine geschickte Argumentation des Verteidigers gefragt. Er muss z.B. überzeugend darlegen, dass der Täter sich in einer Notwehrlage befand.

Und selbst wenn ein Täter z.B. die Grenzen der Notwehr überschreitet, sich also z.B. weit heftiger wehrt als nötig, kann er durchaus straffrei ausgehen, wenn dies aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken geschah. Auch hier ist wieder eine gute Verteidigungsstrategie gefragt.

9. Was tun bei einer Anzeige wegen Körperverletzung?

Werden Sie eines Körperverletzungsdeliktes beschuldigt, so machen Sie keine Aussage, sondern ziehen Sie zunächst Rechtsanwalt Bauer zu Rate.

Bei schwerer Körperverletzung oder Körperverletzung mit Todesfolge droht schnell Untersuchungshaft! Rechtsanwalt Bauer beantragt für Sie Akteneinsicht und berät mit Ihnen die richtige Verteidigungsstrategie. Als erfahrener Strafverteidiger kann er dafür sorgen, dass schwere strafrechtliche Folgen verhindert werden.

Auch Polizeibeamte, denen z.B. nach Einsätzen bei Demonstrationen oder Massenschlägereien schnell Körperverletzung im Amt vorgeworfen wird, sind bei ihm an der richtigen Adresse. Rechtsanwalt Markus Bauer hat selbst viele Jahre lang als Polizist gearbeitet und weiß genau, wie Sie sich als Beschuldigter verhalten sollten.