Markus Bauer ist Ihr Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht in Hamburg, Hannover, Hameln und ganz Norddeutschland. Er hat langjährige Erfahrung in der Verteidigung jugendlicher und heranwachsender Straftäter.

1. Jugendstrafrecht und Erwachsenenstrafrecht

Das deutsche Jugendstrafrecht unterscheidet sich ganz deutlich vom für Erwachsene geltenden Strafrecht. Es ist vom so genannten Erziehungsgedanken bestimmt: Jugendliche Täter sollen nicht in erster Linie bestraft werden. Vielmehr soll an den Ursachen ihrer Straffälligkeit angesetzt und erzieherisch so auf sie eingewirkt werden, dass sie künftig nicht mehr mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Das Jugendstrafrecht ist in einem gesonderten Gesetz, dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) geregelt. Dieses enthält eigene, vom Erwachsenenstrafrecht abweichende Sanktionen und Verfahrensvorschriften. Auch für Jugendliche gilt aber daneben das Strafgesetzbuch (StGB), in dem die in Deutschland mit Strafe bedrohten Taten aufgeführt sind.

Aufgrund der vielen Besonderheiten des Jugendstrafrechts sollten sich Jugendliche stets von einem spezialisierten Rechtsanwalt vertreten lassen. Rechtsanwalt Markus Bauer steht Ihnen mit all seiner Erfahrung zur Seite.

2. Anwendungsbereich des Jugendstrafrechts

Das Jugendstrafrecht findet auf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren Anwendung. Es kann aber auch für so genannte Heranwachsende bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres herangezogen werden. Das ist möglich, wenn diesen entweder eine jugendtypische Tat vorgeworfen wird oder bei ihnen eine Reifeverzögerung festgestellt wurde. Zu den jugendtypischen Taten gehören zum Beispiel

  • Schwarzfahren,
  • Sachbeschädigungen wie Graffiti sprühen oder Vandalismus,
  • kleinere Diebstähle,
  • Drogendelikte oder
  • Körperverletzungen im Rahmen von Prügeleien unter Gleichaltrigen.

Deutlich schwieriger ist die Feststellung einer Reifeverzögerung. Dazu müssen die persönlichen Umstände des Heranwachsenden genauer analysiert werden.

Rechtsanwalt Markus Bauer weiß, welche Argumente ins Feld geführt werden können, um eine jugendtypische Tat oder einen verzögerten Reifegrad überzeugend zu begründen und die Anwendung von Jugendstrafrecht auch bei Heranwachsenden durchzusetzen.

3. Maßnahmen und Sanktionen des Jugendstrafrechts

Die Maßnahmen des Jugendstrafrechts sind mit denen des Erwachsenenstrafrechts nicht vergleichbar. Man unterscheidet so genannte Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und Jugendstrafen, insbesondere folgende:

  • Erziehungsmaßregeln, die aus Anlass der Tat angeordnet werden und die Lebensführung des Jugendlichen erzieherisch beeinflussen sollen, insbesondere Weisungen an den Jugendlichen oder die Anordnung von Erziehungshilfen.
  • Verwarnungen, die dem Jugendlichen das Unrecht der Tat eindringlich vorhalten.
  • Arbeitsauflagen oder Auflagen, einen angerichteten Schaden auszugleichen, sich persönlich bei dem Verletzten zu entschuldigen oder einen Geldbetrag zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung zu zahlen.
  • So genannter Jugendarrest als Freizeitarrest, Kurzarrest oder Dauerarrest von einigen Tagen oder maximal vier Wochen.
  • So genannte Jugendstrafen, das heißt Haft in einer Jugendhaftanstalt mit oder ohne Bewährung. Das Mindestmaß der Jugendstrafe beträgt sechs Monate, das Höchstmaß fünf Jahre. Bei Verbrechen, für die nach allgemeinem Strafrecht eine Höchststrafe von mehr als zehn Jahren angedroht ist, beträgt das Höchstmaß zehn Jahre.

Welche Sanktion letztlich angeordnet wird, richtet sich wiederum nach dem Erziehungsgedanken. Das Jugendgericht stellt sich hierzu die Frage, was erforderlich ist, um den Täter von weiteren Straftaten abzuhalten.

Hier ist eine geschickte Argumentation des Strafverteidigers gefragt. Er muss strafmildernde Umstände überzeugend vortragen, dem Gericht positive Entwicklungen und Prognosen des Jugendlichen glaubhaft vor Augen führen und so eine möglichst milde Entscheidung zu dessen Gunsten durchsetzen.

Nur ein im Jugendstrafrecht versierter Anwalt kann Sie oder Ihr Kind optimal verteidigen. Rechtsanwalt Markus Bauer kann vor Gericht vielfach die Verhängung weniger einschneidender Sanktionen – z.B. Auflagen statt Jugendstrafe – erreichen. Er kann das Gericht oft davon überzeugen, dass diese im Sinne des Erziehungsgedankens das geeignetere Mittel sind, um Sie bzw. Ihr Kind von künftigen Straftaten abzuhalten.

4. Chancen auf Einstellung des Verfahrens

Gerade im Jugendstrafrecht kann oft sogar eine Einstellung des Verfahrens erreicht werden, entweder seitens des Gerichts oder auch seitens der Staatsanwaltschaft. Diese kann ohne Zustimmung des Richters von der Verfolgung absehen, wenn eine erfolgversprechende erzieherische Maßnahme (z.B. Anti-Gewalt-Seminar o.ä.) bereits durchgeführt wurde oder eingeleitet ist und eine Beteiligung des Richters und die Erhebung einer Anklage für verzichtbar gehalten wird. Statt einer erzieherischen Maßnahme kann der Jugendliche sich auch bemühen, einen Ausgleich mit dem Tatopfer herbeizuführen. Er kann sich z.B. mit ihm zusammensetzen, sich entschuldigen und über das Geschehene aussprechen, sodass beide gemeinsam den Konflikt konstruktiv aufarbeiten und bewältigen.

Eine möglichst frühzeitige Beratung durch einen versierten Strafverteidiger, der rechtzeitig alles in Ihrem Interesse in die Wege leitet, ist daher wichtig. Rechtsanwalt Markus Bauer hat langjährige Erfahrung in jugendstrafrechtlichen Verfahren und hat für seine Mandanten bereits vielfach eine Einstellung des Verfahrens erreicht.

5. Experten-Tipp

Als Beschuldigter sollten Sie ein drohendes Jugendstrafverfahren – trotz der hierfür geltenden Besonderheiten – niemals auf die leichte Schulter nehmen. Machen Sie vor Polizei oder Strafverfolgungsbehörden keine Aussage, sondern holen Sie vorher Rechtsrat ein. Die Auseinandersetzung mit Jugendrichter und Staatsanwalt ist gerade für Jugendliche ein einschneidendes Erlebnis und wer sich ohne einen spezialisierten Rechtsanwalt einem Jugendstrafverfahren stellt, geht ein unkalkulierbares Risiko ein.

Speziell beim Vorwurf schwerer Straftaten oder bei Wiederholungstätern steht auch immer eine Jugendstrafe im Raum. Und schließlich kann auch im Jugendstrafrecht durchaus eine Untersuchungshaft drohen, sofern ein Haftbefehl erlassen wird. Nur ein versierter Strafverteidiger kennt die Möglichkeiten, Ihnen auch in diesem Fall zu helfen und eine Aufhebung des Haftbefehls durchzusetzen.

Rechtsanwalt Markus Bauer steht Ihnen oder Ihrem Kind im Jugendstrafverfahren von Anfang an zur Seite und begleitet Sie persönlich, engagiert und kompetent. Er kennt die Möglichkeiten, eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen, eine möglichst Milde Sanktion zu erzielen oder Ihnen eine Untersuchungshaft zu ersparen.

Gerade im Jugendstrafrecht ist ein vertrauensvolles zwischenmenschliches Verhältnis von Anwalt und Mandant besonders wichtig. Anwalt Bauer hat die gesamte Situation und die persönlichen Umstände seiner jungen Mandanten stets genau im Blick.

Vor seiner Ausbildung zum Volljuristen war Markus Bauer fünfzehn Jahre lang als Polizeibeamter tätig. Diese Berufserfahrung setzt er in seiner Arbeit als Strafverteidiger optimal für seine Mandanten ein. Ein Beschuldigter ist noch lange kein Verurteilter! Anwalt Bauer tritt engagiert für die Rechte Jugendlicher und Heranwachsender ein und nimmt Sie insbesondere auch gegen Vorverurteilungen und eine möglicherweise regelüberschreitende Ermittlungsarbeit der Polizei in Schutz.